Gütekriterien für das Präsentieren mit Computer

30 Sep 2008 - 15:14 | Version 1 |

Kriterium Beschreibung
Vorbereitung Die technischen Voraussetzungen (z.B. Notebook-Projektor-Verbindung, Auflösung, Internetzugang, usw.) werden im Voraus abgeklärt und die entsprechenden Einstellungen vorgenommen.
Einstieg Die ersten Minuten einer Präsentation sind entscheidend. Die Aufmerksamkeit und evtl. auch das Interesse der Zuhörenden werden geweckt und es wird ein Überblick gegeben, worum es im Vortrag geht, in welchem Umfeld das Thema steht und warum das Thema wichtig ist.
Verbalisierung Es wird frei gesprochen, zur Orientierung werden kleine „Karteikärtchen“ verwendet. Der Text wird nicht über längere Passagen ab Blättern oder gar von der Präsentation abgelesen.
Die Zuhörenden erhalten durch den Vortrag mehr Informationen, als sie auf den Folien lesen können. Dennoch ist stets der Bezug zu den präsentierten Punkten erkennbar; die verwendeten Begriffe werden erläutert und die „Knochen werden mit Fleisch überzogen.“
Pro Folie wird – als Richtlinie – mind. 2-3 Minuten gesprochen. Ansonsten verkommt die Präsentation zu einer „Folienschlacht“.
Gliederung Die Präsentation wird klar gegliedert. Die Zuhörenden können dem Referierenden folgen und erkennen den „roten Faden“.
Lebendigkeit Das Referat gewinnt mit dem Einbringen von eigenen Erfahrungen, konkreten Situationen und Erlebnissen und Praxisbezügen an Lebendigkeit. Umgekehrt gilt es zu allzu viele Nebenbemerkungen zu vermeiden. Der Referierende verliert sich nicht in Details, kommt nicht vom 100sten ins 1000ste. Ebenso sollten autoreflexive Elemente (lautes Denken) vermieden werden.
Blickkontakt Der Blickkontakt zum Publikum ist vorhanden. Der Blick des Referierenden richtet sich an alle Zuhörenden (und ist nicht auf eine Seite fixiert). Es wird zu den Leuten und nicht nur vor ihnen geredet. Insbesondere wird vermieden, dauernd die Leinwand – zusammen mit dem Publikum – zu betrachten. Falls nötig werden die Folien auf den Monitor des Notebooks betrachtet..
Körperhaltung Der Referierende steht sicher mit beiden Beinen auf dem Boden vor dem Publikum (Sitzen ist fast nie angebracht) und richtet seinen Blick zum Publikum (und nicht an die Projektionsfläche). Die Arme sind frei (nicht verschränkt oder in den Hosentaschen) und werden zur nonverbalen Untermalung des Gesagten eingesetzt. Der Referierende läuft nicht hin und her.
Schluss Am Schluss wird ein Fazit gezogen oder es werden nochmals die wichtigsten Punkte im Sinne einer kurzen Zusammenfassung festgehalten. Die Kernbotschaft, die man den Zuhörenden auf den Weg mitgeben möchte, wird nochmals formuliert.
Dauer Die Präsentation ist kurz und prägnant. Sie berücksichtigt, dass sich die Zuhörer sich nicht ewig konzentrieren können. Eine vorgegebene Zeitdauer wird eingehalten.
logo_phsz.png

Dies ist ein Wiki des Fachkerns Medien und Informatik der Pädagogischen Hochschule Schwyz. Für Fragen wenden Sie sich bitte an beat.doebeli@phsz.ch